Saubere Luft ist gewährleistet

Vier dem Stand der Technik entsprechende Absaug- und Entstaubungsanlagen sorgen dafür, dass die erzeugten Rauchgase über ein entsprechendes Rohrleitungssystem von den Öfen bzw. aus der Hallenluft sicher den Filtern zugeführt werden. Mit einer installierten Absaugleistung von insgesamt ca. 2,3 Millionen m³ Abluft pro Stunde ist dafür gesorgt, dass nahezu alle Stäube erfasst und direkt einer Reinigung zugeführt werden. Die Staubgehalte in der Abluft der Filteranlagen 1 bis 4 werden in Echtzeit digital erfasst und kontrolliert, sodass eine ständige Prozessüberwachung auf Einhaltung der Staubgrenzwerte garantiert werden kann. Wiederkehrende Messungen bestätigen ergänzend zur Echtzeitüberwachung die Einhaltung der Vorgaben der TA Luft.

Emissionen der Filteranlagen:
Staub in mg/m3
Emissionen der Filteranlagen:
Dioxine und Furane ng/m3

Quelle: Daten aus bescheidlichen Überwachungs-/Abnahmemessungen, Stand 2017

 

Umweltprogramm ist höchst effektiv

Umweltprogramm ist höchst effektiv

Die Ergebnisse behördlich durchgeführter Depositionsmessungen des Bayerischen Landesamtes für Umwelt und des Landratsamtes Augsburg zeigen seit 2007 eine deutliche Tendenz und belegen eindeutig die Wirksamkeit des Umweltprogramms der LSW: alle Immissions- bzw. Beurteilungswerte der TA Luft und der Bundes-Bodenschutzverordnung als maßgebliche gesetzliche Grundlagen werden deutlich unterschritten (Stand: Depositionsmessungen TÜV im Berichtszeitraum 01/2017 – 01/2018, siehe unten). Dies gilt für alle elf Messpunkte im Umfeld des Stahlwerkes.

Basis dieses Erfolges ist eine Vielzahl von technischen und organisatorischen Verbesserungsmaßnahmen im täglichen Betrieb. Wesentlich war die Inbetriebnahme des Filters 4 im Jahr 2007, mit dem die Leistung der Hallen-Entstaubung verdoppelt wurde. Darüber hinaus leisten auch die seit April 2011 eingesetzte und dem neuesten Stand der Technik entsprechende Kehrmaschine sowie die 2012 in Betrieb genommene neue Schlackenbehandlungsanlage mit einer eigens entwickelten Besprühanlage einen wesentlichen Beitrag zur Vermeidung diffuser Emissionen.

Durch regelmäßige Kommunikation der Messergebnisse schaffen wir Transparenz sowie Sicherheit für Bürger und Behörden.

Ergebnisse der Staub-Depositionsmessungen des TÜV Süd 2017

Der in der TA Luft vorgegebene Immissionswert für Staubniederschlag (d.h. Gesamtstaub) von 0,35 g/(qm x d) wird an den insgesamt 11 Messpunkten im Umfeld der LSW zu maximal 49% ausgeschöpft (MP5, LSW Nord 1). Im Bereich der Wohngebiete Zollsiedlung/Finkenweg, Herbertshofen sowie den weiteren sieben Messpunkten wird die Vorgabe der TA Luft sogar nur zu deutlich weniger als 25% ausgeschöpft.

In Bezug auf die einzelnen Staubinhaltsstoffe werden die jeweiligen Immissions- bzw. Beurteilungswerte lediglich zu maximal 64% ausgeschöpft. Dabei ist darauf hinzuweisen, dass dies nicht die vom Stahlwerk ausgehende Belastung darstellt, sondern jeweils die Gesamtbelastung aller Eintragsquellen wie andere Gewerbebetriebe, natürliche Hintergrundbelastung, Landwirtschaft und Verkehr.

Staubdepositionsmessungen

Staubdepositionsmessungen


Abb.: Die an den zwischenzeitlich 11 Messpunkten im Umfeld der LSW ermittelten Staubdepositionen liegen deutlich unterhalb des zulässigen Immissionswertes der TA Luft (rote Linie).
Quelle: Bayerisches Landesamt für Umwelt: Depositionsmessungen im Umfeld eines Stahlwerkes, Messergebnisse 2007 - 2010, Abschlussbericht, Augsburg 2011 sowie Depositionsmessungen des TÜV Süd, Messergebnisse Berichtszeitraum 2017, Abschlussbericht, München 2018

Die Prüfkriterien bzw. Schutzgüter, welche als Grundlage zur Festlegung der maßgeblichen Werte herangezogen werden, umfassen nach § 1 Bundes-Immissionsschutzgesetz Menschen, Tiere und Pflanzen, den Boden, das Wasser, die Atmosphäre sowie Kultur- und sonstige Sachgüter.

In Bezug auf die einzelnen Messpunkte hat der TÜV-Süd auch eine Rangfolge entsprechend der festgestellten Immissionsniveaus (Depositionen) erstellt. Hier zeigt sich, dass die Immissionsorte Zollsiedlung/Finkenweg zu den am geringsten belasteten Bereichen im Umfeld des Stahlwerkes zählen und sogar unterhalb des Referenz-Messpunktes liegen. Zur Information: der Referenz-Messpunkt stellt einen Vergleichsstandort zu den übrigen Messpunkten im Umfeld des Stahlwerkes dar und wird charakterisiert als eine ländliche Hintergrundmessstelle – also weitgehend unbeeinflusst von industriellen Einflüssen. Dieser Referenz-Messpunkt liegt in 4 km Entfernung zum Stahlwerk und entgegen der Hauptwindrichtung.

Rangfolge der bewerteten Messpunkte

Rangfolge der Messpunkte


Abb.:
Rangfolge der Messpunkte entsprechend dem Immissionsniveau (Depositionen) für 2017. Die Messpunkte Zollsiedlung und Finkenweg, sowie der Referenzmessort weisen im Messzeitraum insgesamt das niedrigste Belastungsniveau auf. Diese Messergebnisse bestätigen erneut die erfolgreiche Realisierung verschiedener Maßnahmen und die Wirksamkeit des Umweltprogramms der LSW.
Quelle der Abb.: TÜV Süd Industrie Service GmbH: Staubniederschlagsmessungen im Umfeld der Lech-Stahlwerke, Ergebnisse zum Berichtszeitraum 12.01.2017-11.01.2018