Nachhaltige Wasserwirtschaft

Wasser ist für die direkte Prozesskühlung bei der Stahlproduktion, bei der Entzunderung im Strangguss und beim Warmwalzen sowie als Umlaufwasser für die Kühlung der Elektrolichtbogen-, Pfannen- und Wiedererwärmungsöfen unverzichtbar.

Wir entnehmen dieses Wasser seit 2008 nahezu vollständig aus betriebseigenen Flachbrunnen und verzichten auf Tiefengrundwasser, welches zur Trinkwassergewinnung dient. Das in Kühlkreisläufen geführte Wasser wird unter ständiger computergestützter Überwachung und Steuerung nach mehrfacher Nutzung gereinigt in den Lechkanal abgeleitet und so dem natürlichen Wasserkreislauf wieder zugeführt.

Die 2007 in Betrieb genommene Lechkanalkühlung ist in diesem System ein hervorragendes Beispiel für praktizierte Ressourcenschonung und verdeutlicht den interdisziplinären Umweltgedanken. Darüber hinaus ersetzen die Plattenwärmetauscher der Lechkanalkühlung einen Teil der Kühlleistung der Nasskühltürme – ein zusätzlicher Beitrag zur Lärmminderung. Mit dem Start zur Umsetzung einer zweiten Ausbaustufe der Lechkanalkühlung im Jahr 2014 wird dieses System kontinuierlich weiterentwickelt und leistet somit einen weiteren wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Ressourceneffizient sowie des Umweltschutzes insgesamt.

Spezifischer Wasserverbrauch bei der Rohstahlproduktion gemäß Umweltbericht des Geschäftsjahres 2014/2015.
Spezifischer Wasserverbrauch bei der Rohstahlproduktion in m3/t
Quelle: Stahlinstitut VDEh/Wirtschaftsvereinigung Stahl, Stahl und Nachhaltigkeit – Eine Bestandsaufnahme in Deutschland, November 2015, 13. Auflage, S. 17